Rebecca Kunz

7. November -

20. Dezember 2020

Ophelia's leaving

Wer bist du Herr X und warum ist deine Stimme oft so laut? - aus dem Audioessay zur Ausstellung. Geschrieben und gesprochen von Paula Henrike Herrmann.

In dieser Ausstellung werden Sie nicht an die Kunst herangeführt, sondern Sie befinden sich mittendrin. Sie sind Teil des Werks. Nun stellt sich unweigerlich die Frage, was ist Teil der Inszenierung? Was ist Real und was Fiktion? Und wie halte ich es aus, keine Auflösung auf die Fragen zu bekommen? Keine Erklärung was meine Rolle als Besucher ist? Was die Rolle des Gegenübers ist? Vielleicht meldet sich die eigene innere Stimme, die sagt was zu tun ist. Die innere Stimme, die wir alle nur zu gut kennen, die uns manchmal guter Ratgeber ist und manchmal im Weg steht. Rebecca Kunz führt uns in eine Situation in der vermeintlich klares uns plötzlich verunsichert. Sie schafft dies durch subtile, präzise Raumeingriffe. Vorhandenes und Gewohntes wird von der Künstlerin neu inszeniert. Sie denkt den Raum nicht nur als architektonisches Gefäss sondern bezieht Existenz, in allen Formen, in ihre Inszenierung mit ein. Sie ist Gestalterin des Raums und Regisseurin zugleich, überlässt es jedoch uns Besuchern die eigene Rolle zu definieren. Sie liefert den Plot, wir Besucher machen uns die Geschichte. Das Narrativ entsteht durch das was wir sehen und nicht sehen – hören und nicht hören.

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